Mit dem Auto eine Grenze überqueren – ein Gefühl, das man sich in der EU fast schon abgewöhnt hat. Kaum jenseits der Schranke ging es für uns aber nicht auf Sightseeing-Tour, sondern schnurstracks zum m:tel-Shop: Internet ist schließlich Pflicht, fürs Arbeiten genauso wie fürs Lernen der Kinder. 10 Euro für 15 Tage und 500 GB schnelles Internet – Österreich, du solltest dich schämen, das hier ist spottbillig.
Danach noch ein kurzer Abstecher nach Herceg Novi: sehr touristisch, und ehrlich gesagt nicht das, wonach wir gesucht haben. Den langen Umweg um die Bucht von Kotor haben wir uns dafür gespart und stattdessen die Fähre genommen – schnell, unkompliziert, Aussicht inklusive.
Der Wetterbericht hatte für den Durmitor-Nationalpark nur 14 Grad und Regen im Angebot – danke, nein. Kurzerhand umdisponiert ging es also Richtung Podgorica, der Hauptstadt Montenegros. Was einem dabei ins Auge sticht: jede Menge Bauruinen, Müll am Straßenrand, dichte Ballungszentren – und an gefühlt jeder zweiten Ecke ein Schild mit „for sale“.
Über die Berge Montenegros brachte uns die Fahrt schließlich an den größten See des Landes, den Skadarsko Jezero, dorthin, wo der Fluss Morača einmündet. Dort haben wir eine kleine idyllische Oase gefunden und uns gleich für drei Tage eingerichtet – eine gute Basis für Ausflüge. Was wir dabei schmerzlich lernen mussten: mit Anhänger und VW-Bus einen Parkplatz zu finden, grenzt an Zauberei. Macht aber nichts, denn die Kinder haben sich in Nullkommanichts mit den Kindern der Campingplatzbesitzer angefreundet, und weil sich obendrein noch ein Hundewelpe auf den Platz verirrt hat (bei ganzen sechs Stellplätzen!), ist das Paradies für sie mal wieder komplett.







