Erinnert sich noch jemand an die Ausreden-Olympiade vom Anfang der Woche? Vorbei. Inzwischen läuft alles routinierter, wir haben uns eingespielt, und jeder kennt seine Aufgaben. In der Früh gibt es Sport, danach Kaffee für die Großen und Kakao oder Tee für die Kleinen, dann startet die Schule. Klingt fast schon langweilig, ist aber für eine Familie im Zelt am Strand eine kleine organisatorische Meisterleistung.
Eine besondere Rolle in diesen Tagen spielt der Besitzer des Campingplatzes. Ein etwas schräger Mensch, ca. 50 Jahre alt, sehr, sehr zurückhaltend. Er wirkt traurig und ein bisschen einsam, aber irgendwie mag er uns. Er hat nämlich mitbekommen, dass Anna und Fanni gerne Granatäpfel essen, und so steht er plötzlich mit ca. 10 Stück wunderschönen, reifen Granatäpfeln vor uns. Am nächsten Tag folgen Weintrauben. Viele Worte macht er dabei nicht, muss er auch nicht. Manche Menschen sagen „Ich mag euch“ eben mit Obst.
Am Freitag gibt es dann nochmals eine Bootsfahrt, diesmal allerdings im kleinen Schlauchboot. Die Kids sind mega begeistert, und mit ihrer freundlichen und lustigen Art kommen sie, wie überall, bestens an. So dürfen sie die Musik aussuchen, die Hupe betätigen und sogar ans Steuer. Zwei Kapitäninnen, ein DJ-Pult und eine Hupe: Mehr braucht es nicht für das perfekte Abenteuer. Nur die Delfine haben sich leider auch diesmal nicht blicken lassen. Langsam glaube ich, die haben unseren Fahrplan.
Am späten Nachmittag geht es dann auf die Insel, um zu entspannen und zu lesen. Und am Freitagabend ist es endlich so weit: Wir sind mit dem 4. Teil fertig! Soooo spannend und ganz, ganz anders als im Film. Trotzdem werden wir uns in den nächsten Tagen den 4. Teil auch als Film zu Gemüte führen. Jetzt wissen die Mädels ja, was passiert, und können fachkundig kommentieren, was Hollywood alles weggelassen hat.
Und dann ist da noch der Teil, über den keiner so richtig reden will: Am Samstag, also morgen, ziehen wir weiter. Die Stimmung ist entsprechend gedrückt. Die Kinder wollen ihren adoptierten Hund nicht zurücklassen, und auch der Hund spürt, dass wir gehen. Wenn wir könnten, würden wir unseren VW-Bus bis unters Dach mit Hunden vollräumen, aber das geht halt nicht. Bevor wir fahren, finden sich hoffentlich noch andere Menschen, die die Pflege übernehmen und sich unseres süßen Streuners annehmen.
















