Tropical beach

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Tag 18 – Vom Backflip zum Fischflop

Gestern starteten wir den Tag wieder mit Yoga, und danach ging es ans Arbeiten und Lernen. Wer sich an die Verhandlungsmarathons von Montag und Dienstag erinnert, darf jetzt aufatmen: Diesmal lief alles viel entspannter. Das Geheimrezept ist ein Stundenplan, der fast schon nach Fitnessstudio klingt: 30 Minuten konzentriertes Arbeiten, danach 15 Minuten turnen, essen oder entspannen, und das Ganze insgesamt 4 Mal. Macht 2 Stunden Lernen und eine Mama, deren Nerven heute erstaunlich gut erhalten geblieben sind. Intervalltraining fürs Hirn, sozusagen.

Am Nachmittag war dann Turnen angesagt, und zwar auf einem Niveau, bei dem ich nur noch staunend danebenstehe. Anna kann jetzt einen Backflip. Juhuuuu! Fanni perfektioniert währenddessen ihr Rondat mit Flick. Sehr, sehr cool. Unser Strand ist inzwischen offiziell zur Trainingshalle mit Meerblick aufgestiegen, nur der Hallenboden ist etwas sandiger als üblich.

Danach ging es in die Stadt, nach Durrës, genauer gesagt ins Hafenviertel. Der Anlass war wenig glamourös: Fannis und Heiners Schlapfen hatten leider den Geist aufgegeben und mussten ersetzt werden. Klingt nach einer Fünf-Minuten-Mission, ist es aber nicht. Ein „Schuhgeschäft“, wie wir es kennen, zu finden, ist hier eine echte Herausforderung. Fündig wurden wir schließlich in einem Sportgeschäft: blaue Adiletten für Fanni und dunkelgrüne Flipflops für Heiner. Mission Fußbekleidung: erfüllt.

So weit, so gut. Da es schon spät war, wollten wir noch schnell in der Stadt zu Abend essen. Und genau da kippte der Tag. Die Vorspeisen waren super, die frittierte Grillplatte dann leider gar nicht. Der Fisch hatte einen seltsamen Geschmack, und weil wir keine Lebensmittelvergiftung riskieren wollten, haben wir die Hälfte der Platten stehen lassen. Das ist definitiv nicht unsere Art, und wir waren auch echt sauer. Auf Nachfrage versicherte uns der Kellner, alles sei sehr frisch. Geglaubt haben wir es ihm nicht so ganz. Frisch war an diesem Fisch höchstens die Ausrede.

Tja, die Lehre des Tages: Nächstes Mal suchen wir uns wieder ein kleines einheimisches Restaurant am Land. Dort haben wir bis jetzt nämlich ausschließlich sehr gut gegessen. Die Stadt bekommt eine zweite Chance, aber nicht beim Fisch.

PS: Was uns außerdem aufgefallen ist: so viele teure Autos in der Stadt, Wahnsinn! Die Wirtschaft boomt. Zwischen all dem Glanz und Chrom fühlten sich unsere neuen Adiletten fast ein bisschen underdressed.

Lisa und Heiner

Wir versuchen die Beiträge zusammen zu schreiben aber jeder hat seine Stärken und Schwächen und so werden es wohl mehr Text von Lisa sein. Ihr könnt ja im späteren Verlauf erraten, wer welche Texte geschrieben hat ;-)