Lustig, wie schnell man in einen Trott verfällt, sobald man ihn bewusst beobachtet. Erst der dritte Tag hier, und schon fühlt sich alles an wie eingespielte Routine: aufstehen, Sport, Frühstück, dann Schule – Mathe, Deutsch, Englisch, quasi im Autopilot-Modus. Der einzige Unterschied heute: Das Turntraining war deutlich besser als sonst, denn unsere neue Nachbarfamilie hat uns ein echtes Highlight mitgebracht – einen pensionierten Akrobatik-Trainer des Olympia-Teams, der die Mädls ab sofort persönlich trainiert. Nachbarschaftshilfe der Extraklasse: Normalerweise leiht man sich Zucker, hier leiht man sich einen Olympiatrainer. Für mich bedeutet das vor allem mehr Zeit für mich, während ich staunend danebenstehe und zusehe, was man Kids in kürzester Zeit beibringen kann, wenn Einzeltraining, Geduld und Engagement zusammenkommen – da spielt plötzlich selbst die Sprachbarriere keine Rolle mehr.
Danach ging’s daran, die unglaublich bunte und vielfältige Unterwasserwelt der Bucht zu erkunden – wer hätte gedacht, dass Kroatien das kann. Jetzt fehlen uns nur noch die Delfine, um das Bild perfekt zu machen (angeblich schauen sie hier ab und zu vorbei… wir warten, ein Auge stets Richtung Horizont).
Gemeinsam die Abendsonne genießen, ein bisschen klettern, und schon ist der Tag wieder fast vorbei. Tag vier: Alltag mit Meerblick, wer hätte das gedacht.
Morgen müssen wir uns entscheiden, wohin die Reise weiterführt – Dubrovnik oder doch gleich weiter nach Montenegro. Die Kreuzfahrtschiffe und das Wetter werden es entscheiden. Mehr dazu morgen.











