Gestern ging es endlich los! Abfahrt war um 11:30 Uhr – etwas später als geplant, aber es braucht eben seine Zeit, alle „Bagschieserl“ für sieben Wochen zu verstauen, das Haus zu versorgen und auch noch daran zu denken, es winterfest zu machen – wer weiß schon, ob es nicht friert.
Wie es wohl viele kennen: Im letzten Moment fällt einem noch ein, was man zu besorgen vergessen hat oder was in der Garderobe fehlt. Also noch ein kurzer Stopp in Stadlau, und dann ging es um 13:30 Uhr endlich auf die Autobahn – Ziel Kroatien.
Erstaunlicherweise war der Verkehr sehr gering, sodass wir einige Kilometer gutmachen konnten. Ein neues, etwas eigenartiges Gefühl übrigens, mit unserem Gespann zu fahren – an die gemächlichere Reisegeschwindigkeit müssen wir uns erst noch gewöhnen.
Für die Kinder ist die Fahrt zwar nicht das Lustigste, aber sie vertreiben sich die Zeit mit Konzentrationsspielen, Englischvokabeln üben, Mathematikaufgaben und gemeinsamem Lesen von „Harry Potter und der Feuerkelch“.
Um 18:30 Uhr kamen wir schließlich auf unserem Campingplatz „Camp Slapić“, 50 km hinter Zagreb, an. Klein, sehr gepflegt und an einem Fluss gelegen – doch schon beim Aussteigen haben wir gemerkt, dass es verdammt kalt ist. Das setzte sich auch in der Nacht fort: Bei 8 Grad war es ganz schön frisch, und nur mit Heizung und guten Schlafsäcken war es im Dachzelt gerade noch auszuhalten. Fazit der ersten Nacht: „So wollen wir das nicht!!!“ (O-Ton Anna, Fanni und Lisa)
Eine schöne Geschichte am Rande:
Da wir außer unserem Dachzelt noch nichts aufgebaut hatten, überlegten wir am Morgen erst, wie und ob wir überhaupt einen Kaffee kochen könnten. Da waren unsere Campingnachbarn – ein älteres Ehepaar aus Bayern – unsere Retter: Sie boten uns einfach einen herrlichen Kaffee aus ihrem Vollautomaten an und retteten damit unser Frühstück.
Daher geht es jetzt ohne Umschweife weiter in den Süden – mal schauen, wie weit wir kommen.

